Der Halbe Vorstand des Oldtimer-Club Adliswil

in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), 23. bis 30. November 2004

 

Montag, 22. November

Richi und Willy treffen sich am Flughafen Kloten zum abendlichen Einchecken. Nach einer halben Stunde Warten am Schalter 9 heisst es Schalter 3 sei zuständig für unser Gepäck. Also nichts wie los zum Schalter 3, wo wir zwar höflich, aber bestimmt zum Schalter 8 verwiesen werden. Wir fragen uns: Wissen die denn was sie mit uns tun ?

 

Dienstag, 23. November

Die übliche Warterei am Flughafen, bis es dann soweit ist und wir in unser Emirates Airbus einsteigen können. Wir geniessen den problemlosen Flug, abgesehen von der für länger gewachsene Weltenbürger doch etwas engen Bestuhlung, sowie den zwei Brüllbonsais in Reihe 16 (wir sassen in Reihe 17). Die Bedienung sowie Verpflegung waren ausgezeichnet. Spät abends erreichen wir in einem Lichtermeer Dubai: Via Osteuropa, Griechenland, Türkei, Jordanien, haarscharf der irakischen Grenze entlang durch Saudi Arabien und dann der Meeresküste entlang). Unsere Pässe werden kritisch betrachtet (Bea hatte noch einen alten Pass), es werden Kopien erstellt, aber, wir haben noch einmal Glück und man lässt uns einreisen. Wie allgemein üblich, sind Männer für die Koffer zuständig: Bea und Bea machen eine Rauchpause übernehmen Maurer’s Gepäckstücke und verlassen die Ankunftshalle. Wo bleibt Richi’s Gepäck ? Ist nicht eingetroffen, wir machen eine Verlustmeldung. In der Zwischenzeit sind alle Schweizer Fluggäste bereits in ihre Hotels gefahren worden, wir warten und werden wesentlich später dann mit zwei Taxis durch Dubai hindurch ebenfalls in unser Hotel gefahren. Wir fahren der längsten und grössten Baustelle der Welt entlang, vorbei an Hotel Ritz, Marriott, Sheraton, Hyatt usw. Die Küche hat mittlerweile geschlossen, so gegen 01.30h, nehmen wir noch einen Schlummertrunk in der Bar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 24. November

Wir warten immer noch auf Richi’s Koffer, weitere Informationen fehlen, Bea scheint die Nerven zu verlieren. Wir geniessen erstmals das Meer (ca. 23 Grad warm) und die Sonne (gegen 28-30 Grad warm). Am späteren Nachmittag, vor ca. 15 – 16.00h ist in Dubai nichts los, fahren wir mit dem Hotelbus in das Deira City Center. Dieses Center hat die Kleinigkeit von 370 Shops, das ist aber noch gar nichts, ein anderes, im Bau befindliches Center, soll 800 Shops beinhalten und das Grösste der Welt werden. Auch wir müssen uns an ganz andere Dimensionen gewöhnen: Allein der Shop „Carrefour“ ist wahrscheinlich 2 bis 3 mal so gross wie das ganze Brunaucenter. Im Deira City Center gibt es alles, aber auch wirklich alles zu kaufen, es gibt keine Weltmarke (Kleider, Schuhe, Schmuck usw.) welche nicht mit einem Shop vertreten ist. Richi’s decken sich mit dem Notwendigsten ein – man möchte ja auch einmal Wäsche wechseln können. Mit ¾-stündiger Verspätung – Zeit hat man in diesem Land genug – geniessen wir trotzdem die Rückfahrt in unser Hotel. Wir essen, sind todmüde und verabschieden uns bis morgen früh.

 

Donnerstag, 25. November

Morgenessen ca. 09.00h, Badevergnügen und dann, gegen Mittag, herrscht Freude: Richi’s Koffer wurde im Hotel abgeliefert und Bea freut sich auf das Auspacken. Gegen 15.00h starten wir mit dem Bus die Sightseeing-Tour von Dubai: Wir sehen Sheikh Saeed Al Maktoum’s bescheidenes Anwesen, besuchen das Museum von Dubai (Entstehung bis heute), geniessen eine Flussüberquerung und befinden uns dann direkt in der Gewürzstrasse mit allem was das Herz oder der Magen begehrt. Dann gibt es den weltbekannten Gold Souk: Gold und nichts als Gold, auch Unmengen von Juwelen usw. usw., in diesem Markt hat es wahrscheinlich 100 Shops, einer nach dem anderen. Eine Augenweide, vor allem für Bea und Bea – Richi und Willy halten das Portemonnaie fest. Etwas ausserhalb des Gold Souk finden wir erste Uhren wie Breitling, Rolex, Cartier, Porsche, IWC usw. alle für ca. 360 Dirham das Stück (durch 3 teilen, dann sind wir beim Schweizerfranken), ein Preis welcher gehandelt werden will und muss. Die Rückfahrt führt uns, mit Halt an verschiedenen weiteren Hotels, zurück in unsere Schlafgemächer. Wir waren doch satte 6 ½ -Stunden unterwegs – 4 Stunden waren geplant – aber eben, Zeit spielt hier keine, absolut keine Rolle.

 

 

 

 

Freitag, 26. November

Badevergnügen, mit einem Shuttle-Bus besuchen wir das Einkaufszentrum Wafi City, ausschliesslich Läden von Rang und Namen, herkommend aus der ganzen Welt, die meisten Shops sind leer, Preisanschriften gibt es keine – wahrscheinlich fragt auch niemand nach dem Preis. Die Atmosphäre in diesem Center ist kalt und nüchtern: Das Land (und wahrscheinlich auch Teile des Gebäudes) kommen woher ? : Der Scheich von Dubai macht’s möglich. Für die Rückfahrt nehmen wir ein Taxi. Für eine Strecke von, sagen wir Adliswil-Zürich-Flughafen Kloten, zahlen wir rd. 50 Dirham, das sind etwa 17 Franken. Der Chauffeur, ein Pakistani – 75% aller Dubai’aner sind Ausländer – erklärt, dass 1 Liter Benzin gerade mal 1 Dirham kostet – rechne ! diesen Preis hatten wir wahrscheinlich vor etwa 50 Jahren – hier würde sich wahrscheinlich auch unser Mowag freuen.

 

 

 

Samstag, 27. November

Der Fälschermarkt in Karama zieht die Menschen an ! Verkauft wird allerdings nicht im Laden selbst sondern man bewegt sich mit dem höflichen Verkäufer mit dem Lift in eine höhere Etage, dann in eine Wohnung welche mit Kopien (gefälschte Ware) überhäuft ist. Tatsächlich finden doch zwei modische Taschen und eine Breitling Uhr ihren Käufer. Soweit ist alles gut, die Uhr läuft, aber oh Schreck, zurück im Hotel, geht nichts, aber auch gar nichts mehr.

 

 

Sonntag, 28. November

Heute ist der Gold Souk auf dem Programm ! Die Spannung für Bea und Bea steigt, die Augen glänzen immer mehr und Richi’s und Willy’s Griff nach hinten rechts (unsere Portemonnaie’s) verstärkt sich. Die beiden Damen finden ein passendes Schmuckstück, Grössen-Anpassungen können in ca. 1 Stunde vorgenommen werden, gratis ! – das passiert einem bei Bucherer, Türler oder Kurz sicher nicht. Mit dem Taxi fahren wir retour an den Fälschermarkt Karama und suchen unseren Shop Nr. 73. Wir finden ihn dann auch und unsere Breitling Uhr wird problemlos umgetauscht – sie funktioniert problemlos – und dies auch noch heute.

 

Montag, 29. November

Bea, welche auch ein Ringli erhalten hat, sucht den Stempel im Ring – sie legt grossen Wert darauf – und findet ihn nicht. Mit dem Shuttle Bus fahren Richi’s in das Deira City Center und Willy’s in den Gold Souk: Der notwendige Stempel wird innert Kürze angebracht und das Taxi führt Willy’s ebenfalls in das Deira City Center. Zwischenzeitlich hat man im Carrefour ebenfalls „Weihnächtliches“ ausgestellt und jetzt kann natürlich Bea nicht mehr gehalten werden. Wir geniessen nochmals die wunderbaren Eindrücke Dubai’s und fahren mit dem Taxi in unser Hotel zurück.

 

Dienstag, 30. November

Tagwache um 04.30h, Frühstück, Transport zum Flughafen. Einchecken – Willy muss dreimal durch den Detektor – Duty free: Eine Stange Zigaretten kostet rund 14 Franken – und ab in das Flugzeug: Eine Türe lässt sich nicht schliessen, also warten wir ca. ¾ Stunden bis zum Abflug: Dieser führt uns auf das Meer hinaus, tief in den Iran hinein – wir lassen den Irak links liegen – das schwarze Meer – links von uns die Türkei – Osteuropa und landen dann bei Nebel in Zürich Kloten. Tolle Erlebnisse und Eindrücke bleiben uns in Erinnerung.

 

Bea, Richi, Bea und Willy

9. Dezember 2004

 

 

Alle Bilder sind hier zu finden

 

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