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geändert:
9.8.2010

 

Willys Jeep der Feuerwehr Adliswil

Der Willys der Feuerwehr Adliswil wurde 1956 in den USA gebaut, wobei lediglich das Fahrgestell mit Motor, und Aufbau bis und mit Spritzwand hergestellt wurden. Der Aufbau ab Frontscheibe, inklusive Kabinentüren wurde in der Schweiz gebaut, wobei bisher unklar ist, welcher Carossier diesen Auftrag ausführte (diesbezügliche Angaben sind allenfalls im Stadtarchiv zu finden, wenn jemand Dokumente findet werden diese vom Vorstand sehr gerne entgegen genommen). 

 

Unser Willys nach der Restauration (ab März 2009)

 

Willys N1.jpg (76153 Byte) 

WillysN4.jpg (71915 Byte)

 

-WillysN2.jpg (75594 Byte)
  Einbauten im Kasten rechts, alles Material ist original FW Adliswil

WillysN3.jpg (74685 Byte)
Einbauten im Kasten links: Wendrohre, Schläuche usw. aus dem Fundus
der Feuerwehr Adliswil
WillysN5.jpg (81163 Byte)       WillysN6.jpg (57330 Byte)       WillysN7.jpg (94845 Byte)
Mannschaftsraum: sauber geschruppt                          Fahrerplatz, weitgehend Originalzustand                 Motor: total revidiert, ebenso das Getriebe

 

Daten des Willys:

Typ: 6-226 4WD CAB
Nummer: 55168
Serie: 11908

Herstellerschild  

Motor: IW6L 226-40050
           Typ: L 226
           Zylinder Inhalt: 226,2 cuinch
          (= 3708 cm3)

Schild des Motors   

Die Geschichte der Restaurierung des Willys Jeep

Nachdem unser Jeep über 10 Jahre in verschiedenen Remisen geschlafen hat, wird er nun zu neuem Leben erweckt. Die folgende Bildergeschichte zeigt den Fortschritt der Arbeiten. Falls sich jemand angesprochen fühlt, freut sich Ruedi Bräuer über fleissige Hände, welche an der Restaurierung mittun möchten.

Die ersten beiden Bilder zeigen den "Schlafzustand" des Fahrzeugs und wie es schliesslich langsam entblättert wurde.

6.12.2003 in der Remise

Am 27.3.2004 begann die Arbeit. Dieser Motor soll wieder laufen aber zu diesem Zeitpunkt machte er keinen Wank. Darum beschlossen wir (Ruedi und Guido) den Motor auszubauen und vollständig zu zerlegen.

Motorhaube Weg, Kühler ausgebaut, Anlasser und Alternator demontiert.
Bild rechts: Alternator (oben) Anlasser (unten). Beide Komponenten wurden zerlegt (Anlasser siehe unten rechts) sauber gereinigt, Lagerstellen gefettet, Dichtungen ersetzt und wieder zusammengebaut. Die Wasserpumpe (Bild unten) war zu stark korrodiert und ist inzwischen ersetzt worden.

Bremse vorn: Zylinder ist zu ersetzen

Bremse hinten: gleicher Zustand wie vorn

Die Messung der Kompression ergab, dass Zylinder 2 (zweiter von links) keinen Druck aufbaute, das hiess zunächst: Zylinderkopf demontieren. Danach wurde der Übeltäter sichtbar: Das Auslassventil war in offener Stellung festgefressen!

Zylinderkopf (bei dieser Motorenbauart ohne Ventile, diese stehen neben den Zylindern)

Ansaug- und Aspuffkrümmer von der Motorseite her gesehen.

Im Bild links ist der Ventiltrieb sichtbar. Die Ventile stehen neben den Zylindern und sind von unten angetrieben. Bei modernen Motoren sind sie im Zylinderkopf angeordnet und meist von der obenliegenden Nockenwelle angetrieben. Hier ist der Ventiltrieb erst nach Demontage der Ansaug- und Auspuffkrümmer zugänglich.

Motor vor dem Ausbau

Zustand am 26.6.2004, bereit für Ausbau des Motors

   

Ausbau des Motors am 3.7.2004

   

Da war mal ein Motor!                                Motor bereit zum Abtransport                Hier wird der Motor revidiert

 
Der Motor ist umgedreht, die Ölwanne entfernt,
Jetzt können neue Dichtungen eingesetzt werden.
Doch daraus wird nichts, siehe nächstes Bild

Auf diesem Bild ist der Riss zwischen Zylinder 3 und Ansaugkanal zu sehen! D.h., der Motor ist unbrauchbar!

Ein neuer Motorblock mit allen beweglichen Teilen wurde geliefert. Jetzt müssen alle Anbauteile vom alten zum neuen Motor transferiert werden. (21.8.04)

Die Oelpumpe. Sie ist unterhalb der Kurbelwelle eingebaut und daher im eingebauten Zustand nicht sichtbar.  Die runde Dose ist der Filter, er ist von aussen nicht austauschbar.

Auf dem nebenstehenden Bild sind alle Teile die zum kuppeln nötig sind sichtbar: oben das Gehäuse, rechts das Schwungrad, in der Mitte die Kupplungslamellen und darunter das Ausrücklager mit Betätigungswelle, links die Druckplatte.
Nach lediglich 12'000 km, die der Willys auf dem Buckel hat, sind die Lamellen verbraucht und müssen ersetzt werden (zusammen mit der Druckplatte und dem Lager). Der grosse Verschleiss lässt auf die unsanfte Fahrweise der Feuerwehrmänner schliessen. Man sollte (auch beim privaten PW) mit dem linken Fuss nicht auf dem Kupplungspedal Ferien machen, auch wenn noch ein schwerer Feuerwehrstiefel dran hängt!

29.8.2004: auch wenn es keine spektakulären Bilder gibt wird gearbeitet: Neue Kupplung und Steuerkettenantrieb sind am neuen Motor. Die Oelpumpe muss noch gereinigt und  wieder richtig montiert werden, zum Schluss wird der Zylinderkopf und die Oelwanne montiert.


Neue Gummis unter Getrieben

In den Wintermonaten wurde der Motor zusammengesetzt und sogar neu gespritzt. (16.5.05)

Präsidiale Schwerarbeit! Der Motor wird ausgeladen 
und ist bereit zur Wiedermontage. (11.6. 05)
Der Motor ist zwar bereit für den Wiedereinbau, aber es gibt vorher noch anderes zu tun. Die Bremsen müssen vorher vollständig erneuert werden, da nach dem Einbau des Motors kein Platz mehr zum Arbeiten vorhanden ist. Der Haupt-Bremsylinder  und alle Bremszylinder an den Rädern sind ersetzt, die Bremsbeläge eingebaut, die Radlager geschmiert, alle Dichtungen zwischen Rädern und sowohl Aussenwelt als auch zu den Bremstrommeln ersetzt und die Räder wieder zusammengebaut. Nun noch schnell die z.T. neuen Bremsleitungen anschliessen und mit Bremsflüssigkeit füllen. Aber o-hä! Die Verbindungen von alt zu neu sind undicht, d.h. auch die nicht ersetzten Bremsleitungen müssen noch demontiert und neu gebaut werden! 

Der halbe Vorstand hilft beim fabrizieren von 
Dichtungen für das Bremssystem.   (16.7.05)
Die Leitungen wurden demontiert und zu Derendinger gebracht, wo neue angefertigt wurden. Bei der Montage zeigte sich, das falsche Nippel montiert wurden, 
Also zurück! Der nächste Satz Nippel war ebenfalls falsch! Jetz weiss ich, dass es metrische Nippel und solche mit Zoll Mass gibt, wobei es englische und US Zoll Masse gibt! Die dritte Fahrt zu Derendinger mit dem 
ultimativen OCdFA Brems- leitungstransporter hat schliesslich Erfolg gebracht! 
Die Leitungen sind montiert, das Bremssystem mit Bremsflüssigkeit gefüllt dank Gerätschaften von Urs Weyermann! (22.7.2005)

Motor wieder an seinem Arbeitsplatz
26.11.2005

"einhändige " (darum Flaschenzug) Montage der Front mit Kühler

sogar die Lichter brennen wieder!

Der Motor läuft am 22.7.2006 wieder


Unter dem Teppich tun sich Welten auf, bis auf die Strasse! Dieses Loch muss geschweisst werden!

Drähte Wirrwar hinter dem Armaturenbrett. Alles ist wieder an seinem Platz.

Erste Gehversuche nach der Totalrevision der Mechanik: 30.9.2006

Er läuft und bewegt sich aus eigener Kraft wie  in alten Tagen! 30.9.2006

  Der Präsi darf probieren! Der Restaurator

Ein stolzer "Technischer Leiter Willys" präsentiert sein Werk. Bis zur mechanischen Auferstehung des Willys wurden in den vergangenen drei Jahren hunderte von Arbeitsstunden aufgewendet (zum Glück hat sie niemand gezählt!). Es hat sich gelohnt, unser zweites Fahrzeug läuft wieder.

Nun sind noch tausend kosmetische Kleinigkeiten zu erledigen, putzen, polieren usw. usw.

Es ist immer noch nicht verboten mitzuhelfen!

30.9.2006

Neue Leisten für die Türgummis sind montiert
    Die Hecktüre kann wieder sicher verschlossen werden dank neuem Schliessmechanismus von Roli Huber.

 

Dei folgenden Bilder zeigen einen Teil der noch ausstehenden Carossier Arbeiten.

Dachrinne    Heck links
  Heck   Heck rechts
Links und unten:  Heck nach diversen Schweissarbeiten ausgeführt im Juni 2007 durch Vali Janser. Nun muss geschliffen und lackiert werden, und die Kabine kann wieder ausstaffiert werden.

Der Willis ist auf eigenen Rädern zu Vali in die Werkstatt und zurück gefahren!

 
Impressionen aus dem Spritzwerk

Montagearbeiten beim Abholen im Spritzwerk

Am 22.9.2007 gespritzt wie NEU !
Getr2.jpg (115781 Byte)

Nachdem auch noch der Benzintank revidiert wurde, hat sich das Getriebe verabschiedet. Ein neues, total revidiertes wurde eingebaut.

Getr1.jpg (107513 Byte)

           Juni 2009